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Wir schreiben das Jahr 210 SE (Space Era).Der Menschheit geht es prächtig, man hat Kolonien überall im Weltall, Rohstoffe werden geschürft und an die Erde zurückgeschickt, der Großteil davon geschieht maschinell.
Dummerweise gerät auf Odin (Planet #0326) der Computer außer Kontrolle, nachdem er sich spontan reprogrammiert hat. Er nennt sich selbst „Mittgard“ und sieht die Menschheit jetzt als seinen Feind, und die Erde selbst als seinen Rohstofflieferanten an. Er sendet seine Armee aus AI-Dronen zum Heimatplaneten des Homo Sapiens Sapiens, ausgerüstet mit einer Waffe, die die Verteidigungseinrichtungen der Erdarmee direkt kampfunfähig machen kann. Allerdings hat die Menschheit Glück im Unglück, denn Wissenschaftler haben auf Ragnarok (Planet #1652) ein Raumschiff entdeckt, das gegenüber der Waffe weit weniger empfindlich ist. Nun fehlt nur noch der Pilot, und wer sollte das sein außer dem Spieler! So übernehmt ihr also die Kontrolle und das Spiel beginnt.

Vor dem Spielstart könnt ihr die Tastenbelegung, die Bildschirmhelligkeit und den Schwierigkeitsgrad einstellen.
Hudson Softs Vertical Force präsentiert sich danach als mehr als solider Shooter auf dem Virtual Boy, ganz in der Tradition von Gradius und R-Type.
Ihr betrachtet das Geschehen von oben, der Bildschirm scrollt wie in Ikaruga dabei nicht horizontal, sondern vertikal, dabei liegt der Clou in einer kleinen, aber feinen 3D-Spielerei, denn per Knopfdruck könnt ihr zwischen zwei Spielebenen wechseln. Dabei zoomt allerdings nicht der Bildausschnitt, sondern das Schiff taucht einfach nur ab und wird kleiner.
Die zwei Ebenen bringen dann auch die nötige Taktik ins Spiel, ist euch auf einer Ebene zu viel los, taucht ihr einfach ab oder wieder auf.
Im Gegensatz zu den meisten, vor allem klassischen Weltraum-Shootern habt ihr eine Energieanzeige, werdet also beim ersten Treffer nicht sofort zerstört. Klassischer präsentiert sich da schon das Power-Up System. Es gibt zwar nur zwei Bonuswaffen, diese können aber in je 3 Stufen aufgerüstet werden. Außerdem gibt es ein genauso ausbaufähiges Schildsystem.
Zusätzlich gibt es auch noch AI-Drohnen, die den Spieler nach dem Aufsammeln unterstützen. Selbstständig wechseln sie zwischen den Ebenen und attackieren eure Feinde. Wie euer eigenes Schiff haben die Drohnen eine Energieanzeige, und dementsprechend solltet ihr sie zurückrufen, sobald diese zu Ende geht, denn dadurch können sie langsam ihren Energievorrat regenerieren. Bis zu drei elektronische Gefährten habt ihr so im Gepäck. Eine weitere Eigenschaft der Drohnen ist die Bomberfunktion. Seid ihr in wirklich arger Bedrängnis, könnt ihr eine Drohne opfern und so den Bildschirm von sämtlichen Gegner reinigen.
In der Levelmitte gibt es einen Miniboss, am Ende dann einen etwas größeren Obermotz, also hier keine Experimente.

Die Grafik ist ordentlich, wenn aber vor allem die Hintergründe nicht allzu viel hermachen, allerdings wäre wohl sonst auch nicht mehr viel zu erkennen. Es ist ohnehin meist genug los, um gar nicht auf die weit entfernt liegenden Objekte zu achten, der 3D-Effekt kommt schön zur Geltung. Der Sound ist, wie so oft auf dem VB, erträglich, aber nicht berauschend.

Vertical Force ist eigentlich ein ziemlich guter Shooter, mit vielen interessanten Ideen, hatte allerdings auf dem VB einen extrem starken Konkurrenten, der VF mehr als deutlich in den Schatten stellt.
Für sich genommen ist das Game allerdings ein sehr kurzweiliger Shooter, den man gerne mal wieder aus dem Regal kramt, um noch mal eine Runde zu spielen!